Vom digitalen zum intelligenten Unternehmen



Als Managing Director für die Region CEE liefert Rudi Richter den SAP-Kunden in 16 Ländern eine Erfolgsformel für das künftige Business: die Kombination von ERP, Cloud und KI.



Bis Juli 2018 leitete Rudi Richter als Geschäftsführer SAP Österreich, nun zeichnet er als Managing Director für die 16 Länder der stark wachsende Region SAP CEE verantwortlich, darunter auch Österreich. Gerade in internationalen Synergien und im länderübergreifenden Transfer von Know-how und Practices sieht er für seine Kunden einen starken Benefit, um ihr Business in der Zukunft erfolgreich zu gestalten. „In der heutigen Geschäftswelt haben Kunden nur zwei Möglichkeiten“, steht für Richter fest: „Entweder ihre Geschäftsmodelle umgestalten, um flexibel auf Marktanforderungen und Kundenwünsche reagieren zu können, oder von der Konkurrenz überholt werden – das gilt in Österreich wie überall auf der Welt.“ Deshalb ist sein Ziel klar: Den SAP-Kunden die unterschiedlichen Möglichkeiten vorzustellen, ihre Unternehmen nicht nur digital zu transformieren, sondern eben auch intelligent auf Grund ihrer Daten zu steuern. „Das bedeutet Fokus auf den Einsatz unserer ERP Lösungen. Und auch der Wandel zur Industrie 4.0 verspricht eine enorme Produktivitätssteigerung über die kommenden fünf Jahre. Lieferketten werden immer stärker vernetzt, die Produktion wird autonomer, Mensch und smarte Maschine erledigen Aufgaben gemeinsam.“ Auch hier will der Managing Director in der Region mit innovativen, intelligenten Lösungen punkten.

Herr Richter, ist das „intelligente Unternehmen“ die logische Konsequenz, wenn moderne Technologie auf traditionelle Geschäftsprozesse trifft?


Ja, gewissermaßen schon, denn es ist klar, dass es bei einem innovativen und intelligenten Unternehmen um weit mehr geht als um die Modernisierung der herkömmlichen ERP-Systeme.


Intelligenz aus Daten ableiten, nicht aus starren Regeln: Das ist die Kunst, die den Schritt vom digitalen zum intelligenten Unternehmen beschreibt.

Man stelle sich einmal vor, eine intelligente Cloud ERP Lösung könnte Unternehmen dabei helfen, zukünftige Entwicklungen vorherzusagen und zu handeln, bevor eine Situation eintritt. Oder sie könnte die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Unternehmen ihren Wettbewerbern immer eine Nasenlänge voraus sind und keine Kunden mehr verlieren. Da setzen wir mit SAP S/4HANA ein, das ist unsere nächste Generation ERP, die Machine Learning und Predictive Analytics bereits in zentrale Geschäftsprozesse integriert – und damit lässt sich in Zukunft sehr viel anstellen.


Auf dem SAP Forum in Linz im Frühjahr hat Franck Cohen, der als Präsident die neu geschaffene Digital-Core-Organisation leitet, spannende Einblicke dazu gegeben und auch die für Österreich adaptierte Fassung der S/4HANA Cloud, eine Public Cloud Lösung, offiziell vorgestellt. Was bringt diese Lösung den Kunden?


Für Kunden, die unsere Public-Cloud-Lösung nutzen, gibt es drei wesentliche Vorteile. Der erste sind die Gesamtbetriebskosten: ganz ohne Zweifel wollen unsere Kunden die Gesamtkosten senken und ein effizienteres IT-System. Der zweite ist, dass wird auf künstliche Intelligenz und das intelligente Unternehmen setzen. Und der dritte ist das hohe Innovationstempo, das die Cloud bietet. Mit SAP S/4HANA Cloud bieten wir vier Releases jedes Jahr. Und mit jedem Release bringen wir 20 Prozent mehr neue Funktionen.

Sie können sich gut vorstellen, was möglich wird, wenn wir nun die Prozesse mit den neuesten Technologien wie IoT, Blockchain und vor allem künstlicher Intelligenz neu erfinden, um ein Unternehmen wirklich von Grund auf zu verändern.


Künstliche Intelligenz wird derzeit als DER Schlüssel für Vieles gesehen.Inwieweit setzt SAP auf künstliche Intelligenz?


Um es vereinfacht zusammenzufassen: Wir setzen auf KI, um das Nutzererlebnis zu ändern, Prozesse zu automatisieren und direkten Mehrwert durch Kostensenkungen zu schaffen. Außerdem wollen wir das, was ich gerne die nächste Generation von Best Practices nenne, mit künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen neugestalten.


Unser Ziel ist es, die erste ERP-Lösung im Markt zu bieten, die sich hands free – also mit Spracherkennung statt Tastatur – bedienen lässt.

Natürliche Sprache hat sich bereits in der KI-Welt fest etabliert. Deshalb gehe ich davon aus, dass Spracherkennung bei der Kommunikation mit Software die Norm wird. Wir wollen aber noch mehr – wir wollen einen intelligenten Assistenten. Stellen Sie sich einmal folgende Situation vor: Sagen wir, Sie sind Finanzchef eines Unternehmens und haben in zwei Stunden mit dem Einkauf ein Meeting. Sie brauchen ein System, das intelligent genug ist, Ihren Kalender aufzurufen, die Agenda des Meetings einzusehen und Ihnen die Kennzahlen für den Einkauf vor dem Meeting zu liefern. Das System wird aus Gewohnheiten lernen und sich intelligent anpassen, sodass Sie es effizient nutzen können. Ein weiterer Aspekt, der sich auch stark auf die Gesamtbetriebskosten auswirkt, ist Automatisierung. Wir wollen mithilfe von künstlicher Intelligenz alles, was sich in unserem ERP-System automatisieren lässt, automatisieren:

Es gibt so viele Aufgaben, die sich wiederholen und deshalb automatisieren lassen. Das bedeutet hohe Einsparungen für Unternehmen. Und das wäre nicht etwa nur eine Zusatzfunktion, sondern wird im Kernsystem integriert sein.


Sie haben über Mehrwert für Kunden und Strategie gesprochen. Wie weit schlägt sich diese Strategie schon im eigenem Mehrwert nieder? Anders gefragt: Wie erfolgreich ist SAP S/4HANA schon?


Die SAP-ERP-Suite der nächsten Generation ist der Dreh- und Angelpunkt des intelligenten Unternehmens. Im zweiten Quartal 2018 konnten wir global mehr als 8.900 Kunden aufweisen. Wir freuen uns, dass nicht nur Bestandskunden auf die Lösung umsteigen, sondern dass wir aufgrund der Leistungsstärke von SAP S/4HANA generell Marktanteile gewinnen. Unser breit aufgestelltes Cloud-Portfolio umfasst mehr als 100 Lösungen für alle Unternehmensfunktionen und Business Suites.

Ein weiterer wichtiger Punkt, den ich gerne erwähnen möchte, ist, dass die SAP S/4HANA Public Cloud unter allen Anbietern auf dem Mainstream-Markt die am schnellsten wachsende Cloud-Lösung ist. Wir sind also bestens für die Zukunft gerüstet!




Von Michaela Ortis; Fotos: Milagros Martinez-Flener

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